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	<title>Märchenatlas</title>
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	<description>Once upon a time ...</description>
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		<title>Alexander Afanasjew: Russische Volksmärchen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 19:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alexander Afanassjew]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Nikolajewitsch Afanasjew, der »russische Grimm«, trug Mitte des 19. Jahrhunderts eine umfangreiche Märchensammlung zusammen, die zu einer wichtigen Grundlage der russischen Literatur wurde und die fast immer gemeint ist, wenn von russischen Volksmärchen die Rede ist.  <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/alexander-afanasjew-russische-volksmarchen/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alexander Nikolajewitsch Afanasjew</strong> (russ. Афанасьев; Translit. auch Afanassjew, Afanasev) wurde am 23. Juli 1826 in Bogutschar, Oblast Woronesch, geboren und starb am 5. Oktober 1871 in Moskau. Als Sammler und Herausgeber russischer Volksmärchen (<strong>»Narodnye russkie skazkie«</strong>, herausgegeben in 8 Bänden, 1855 bis 1863 in Moskau) gilt er heute als der »russische Grimm«; seine Sammlung übertrifft im Umfang die der Grimms (je nach Zählweise 200 bis über 600 Märchen) wie auch alle anderen europäischen Märchensammlung, die im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der deutschen Brüder zusammengetragen wurden.</p>
<p>Im Vergleich zu den Grimms war Afanasjew stärker Sammler denn Bearbeiter. Er fand sein Material im Archiv der Russischen Geografischen Gesellschaft sowie in bereits bestehenden Sammlungen anderer Märchensammler und griff nur zurückhaltend in die Texte ein. Aus dieser Vorgehensweise folgt ein typisches Merkmal der russischen Märchensammlung, nämlich die im Vergleich zu der Grimmschen Sammlung kaum erkennbare »Kanonisierung«: unterschiedliche Varianten eines Märchen(motiv)s stehen nebeneinander, auf eine Reduktion auf »die eine«, repräsentative Variante hat Afanasjew verzichtet. Unterschiedliche Übersetzungen und unterschiedliche Zusammenstellungen für deutschsprachige Ausgaben haben das ihre dazu beigetragen, dass wir (die deutschsprachigen Märchenhörer und -leser) von den russischen Volksmärchen (also von der Sammlung  Afanasjews) das Bild einer zusammenhängenden Märchenlandschaft haben, das wir nicht so leicht in einzelne Märchen auflösen können. Fragt man einen Deutschen nach einem typischen russischen Märchen, wird man als Antwort etwa »die Hexe Baba Jaga« oder »die schöne Wassilissa« hören, also die Namen von Figuren, die inklusive ihrer ganz eigenen Ausstattung in etlichen Märchen vorkommen. So kennt bestimmt jeder, der sich ein wenig für Märchen interessiert, das auf Hühnerbeinen stehende, drehbare Häuschen der Hexe Baba Jaga, aber DAS Märchen von der Hexe Baba Jaga gibt es nicht.</p>
<p>Die vorsichtige Textbehandlung durch Afanasjew war vor allem von der Idee geleitet, dass Märchen erzählte Geschichten sind. Während also die Grimms mit ihrer Bearbeitung aus den mündlich überlieferten Märchenstoffen »Literatur machten«, nahm Afanasjew ganz im Gegenteil gerade dann Korrekturen vor, wenn ihm die Vorlage »literarisiert« erschien. Oft begegnet uns in den russischen Märchen der Erzähler (in den bekannten sowjetischen Märchenfilmen meist eine rundliche Erzählerin), der sich »ich« nennt und uns »ihr«. Eine meist deftige Sprache, zahlreiche Sprüche, Reime, wiederholte, formelhafte Redewendungen und Dialoge geben den Texten einen Klang, der lebendiges Erzählen auch beim Lesen vorstellbar macht.</p>
<p>Die bekanntesten russischen Volksmärchen sind Zaubermärchen (Beispiele auf Märchenatlas: <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-froschprinzessin/" target="_self">Die Froschprinzessin</a>, <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-weise-ente/" target="_self">Die weiße Ente</a>) mit einer Reihe wiederkehrender Figuren. Neben der schon erwähnten Baba Jaga sind dies u.a der böse <a href="http://www.maerchenatlas.de/miszellaneen/marchenfiguren/koschtschei/" target="_self">Koschtschei</a>, das dem Helden dienliche Zauberpferd und natürlich Wassilissa, die Wunderkluge. Wenn es etwas gibt, das »typisch russisch« an den russischen Volksmärchen ist, dann dürfte es dieses Ensemble von Figuren sein. Neben dem Zaubermärchen nehmen Tiermärchen einen besonders breiten Raum ein, wobei Fuchs (bzw. Füchsin), Bär und Wolf wiederkehrende Figuren mit bestimmten Eigenschaften sind. Teilweise erinnern diese Märchen an Tierfabeln, doch geht ihnen meist der für jene typische belehrende Charakter ab (zumindest in der dort üblichen Strenge).</p>
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		<title>Der Fischer und seine Seele</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/der-fischer-und-seine-seele/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 07:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstmärchen]]></category>
		<category><![CDATA[Oscar Wilde]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fischer liebt eine Meerjungfrau. Verflucht und verloren für das Himmelreich trennt er sich für seine Liebe von seiner Seele, die aber nicht weniger verloren ist als er, denn ihr fehlt das Herz. <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/der-fischer-und-seine-seele/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kunstmärchen von Oscar Wilde<br />
enthalten in <em>Das Granatapfelhaus </em>(1891)</p>
<p>Oscars Wildes kunstvolle und vielschichtige Erzählung verknüpft das Motiv der unmöglichen (oder eher: verbotenen) Liebe zwischen einem Menschen und einer Meerjungfrau (vgl. <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/undine/">Undine</a>, <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/die-kleine-seejungfrau/" target="_self">Die kleine Seejungfrau)</a> mit dem der Entfremdung der eigenen Seele (vgl. <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/der-schatten/">Der Schatten</a>, <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/peter-schlemihls-wundersame-geschichte/" target="_self">Peter Schlemihls wundersame Geschichte)</a>. Vielschichtig, sensibel und bitter erfüllt sie nicht wirklich die Kriterien eines Märchens. Aber sie liest sich so.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ein junger Fischer fängt eines Tages eine Meerjungfrau. Sie hat Angst vor ihm und will nur eins: zurück ins Meer. Der Fischer erfüllt ihr den Wunsch unter der Bedingung, dass sie zu ihm kommt, wenn er sie ruft, und mit ihrem schönen Gesang Fische in sein Netz lockt. Der Fischer hat nun immer reichlichen Fang, doch bald interessieren ihn die Fische nicht mehr. Er hat nur Augen und Ohren für die Meerjungfrau, in die er sich verliebt hat. Er will sie heiraten und bei ihr im Meer leben. Doch die Meerjungfrau sagt ihm, dass dies nur möglich ist, wenn er sich von seiner Seele trennt &#8212; denn die Angehörigen des Meervolkes haben keine Seele. Der Fischer fragt sich, was ihm seine Seele überhaupt nützt &#8230;</p>
<blockquote><p><em>Ich sehe sie nicht. Ich kann sie nicht berühren. Ich kenne sie nicht.</em></p></blockquote>
<p>&#8230; und vertraut sich dem Priester an, der wohl wissen wird, wie man seine Seele los wird. Der Priester gibt ihm keinen Segen und &#8212; was schlimmer ist &#8212; keine Hilfe. Eine vom Meervolk zu lieben, gehört zu den Sünden, die nicht verziehen werden. Die Seele hingegen sei das einzig wichtige für den Menschen. Der Fischer sieht das ganz anders und bringt in Erfahrung, dass unten am Meer in einer einsamen Bucht eine Hexe wohnt, die weiß man seine Seele los wird.</p>
<p>Die Hexe ist jung und schön und möchte den Jüngling gern für sich haben. (»ich bin genau so schön wie sie &#8230;«). Sie verspricht ihm ihre Hilfe (»Aber ich habe meinen Preis, hübscher Junge, ich habe meinen Preis«), wenn er bei Sonnenuntergang an einem verschwiegenen Ort mit ihr tanzt. Auf dem Hexensabbat erscheinen allerlei finstre Wesen, die schöne Hexe hält einen Schierlingszweig in der Hand und tanzt mit dem Fischer einen wilden Tanz. Dann wird der Teufelspakt geschlossen. Doch der Hexe gelingt es nicht, den Fischer zu verführen. Er bekommt von ihr die gewünschte Anleitung, wie er sich seiner Seele entledigen kann, womit sie ihn freigibt für ihre Rivalin, die Meerjungfrau.</p>
<p>Am Strand schneidet der Fischer mit dem Messer der Hexe seinen Schatten &#8212; seine Seele &#8212; von den Füßen. Die Seele fleht ihn an, wenn er sie schon allein in die Welt schickt, so möge er ihr das Herz dazu geben. Doch das Herz braucht der Fischer selbst, um seine Meerjungfrau zu lieben. Er lebt mit ihr glücklich im Meer, doch nach einem Jahr taucht die verlassene Seele am Strand auf und berichtet dem Fischer, wie es ihr in der Welt ergangen ist. Ihre Geschichte klingt wie aus Tausendundeiner Nacht, doch die Quintessenz ist, dass sie den Schlüssel zur Weisheit gefunden hat. Den will sie dem Fischer geben, wenn er sie wieder bei sich einlässt. Der Fischer lehnt ab,denn er müsste die Weisheit gegen seine geliebte Meerjungfrau eintauschen. Ein weiteres Jahr wandert die Seele allein, um dann wieder beim Fischer um Einlass zu bitten. Diesmal hat sie allen Reichtum der Welt zu bieten, doch auch der ist dem Fischer nichts wert gegen seine Liebe. Nach dem dritten Jahr versucht es die Seele mit der Verheißung von Schönheit: sie erzählt dem Fischer von einem Mädchen, dass irgendwo in der Stadt mit nackten, weißen Füßen tanzt. Die Meerjungfrau hat keine Füße, und so scheint es dem Fischer, er habe bei aller Liebe doch etwas verpasst.</p>
<p>Also geht er mit der Seele. Das Mädchen finden sie nicht, vielmehr sieht der Fischer mit Entsetzen, wie unsagbar böse seine herzlose Seele auf ihrer einsamen Wanderung durch die Welt geworden ist. Er hat seine Seele verloren und nun, da er sich von ihr zur Untreue verlocken ließ, auch seine geliebte Seejungfrau. Seine böse Seele wird von nun an nicht mehr von seinen Füßen weichen, das ist seine Strafe. Er geht zurück ans Meer und ruft nach der Meerjungfrau. Doch sie kommt nicht mehr. Nach drei Jahren ist der Fischer bereit, seine Seele wieder bei sich aufzunehmen, denn in ihrer Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit sind sie längst eins. Doch die verzweifelte Seele findet keinen Eingang ins sein Herz, und als sie dies sagt, ertönt über dem Meer ein Schmerzensschrei &#8212; das Zeichen, das jemand vom Meervolk gestorben ist. Dann findet er seine Meerjungfrau tot am Strand, legt sich zu ihr und stirbt. Als sein Herz bricht, findet die Seele einen Eingang in sein Herz.</p>
<p>Das verfluchte Paar wird auf dem Schindanger begraben, ohne ein Zeichen, dass man sich ihrer erinnern könnte.<em> </em>Als wieder drei Jahre vergangen sind, will der Priester an einem Feiertag seiner Gemeinde vom Zorn Gottes predigen. Doch die Kirche ist mit fremdartigen Blumen geschmückt, die einen betörenden Duft verströmen. Und so spricht der Priester nicht vom Zorn, sondern von der Liebe Gottes. Er geht zum Meer und segnet die dort lebenden Wesen, die &#8212; entgegen seiner früheren Meinung &#8212; auch Geschöpfe Gottes seien. Eine nutzlose Geste, denn das Meervolk ist in einen anderen Teil des Meeres gezogen. Die Blumen aber sind vom wilden Schierling, der einmal und nie wieder an der Stelle blühte, wo das unseelige Paar verscharrt wurde. Offenbar ein Gruß von der Hexe, die ihrer Rivalin aus dem Wasser den Vortritt lassen musste.</p>
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		<title>Die Königstochter in der Flammenburg</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/josef-haltrich/die-konigstochter-in-der-flammenburg/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 18:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Josef Haltrich]]></category>

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		<description><![CDATA[Der jüngste Sohn eines armen Mannes wird von seinem Taufpaten mit einem Kalb beschenkt, das über magische Kräfte verfügt. Dank dieser Gabe kann als junger Mann drei schwierige Aufgaben lösen und so die Königstochter zur Frau gewinnen. <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/josef-haltrich/die-konigstochter-in-der-flammenburg/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Märchen aus Josef Haltrichs Sammlung <em>Deutsche Volksmärchen aus dem Sachsenlande in Siebenbürgen</em> (1856). Es ähnelt u.a. dem Grimmschen Märchens <a href="http://www.maerchenatlas.de/grimms-marchen/der-teufel-mit-den-drei-goldenen-haaren/" target="_self">Der Teufel mit den drei goldenen Haaren</a>, wo der Held mit einer Glückshaut geboren wird. In Haltrichs Märchen wird dem Helden bei seiner Taufe ein magischer Helfer zugesellt, der ihn befähigt, eine Königstochter zur Frau zu gewinnen.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ein armer Mann hat so viele Kinder, dass schon alle seine Nachbarn Taufpaten für eines der Kinder sind. Als ein weitere Junge geboren wird, stellt er sich an die Landstraße, um den ersten Besten als Paten zu gewinnen. Der alte Mann, den das Schicksal auswählt, nimmt diese Aufgabe gern an. Er schenkt dem Knaben ein Kalb, das am gleichen Tag geboren wurde wie er und das auf der Stirn einen goldenen Stern trägt.</p>
<p>Der Junge wächst mit dem Rind auf und führt es, als er etwas größer ist, jeden Tag auf die Weide. Das Tier verfügt über magische Kräfte; es kann sprechen und fliegt, während der Junge auf der Wiese schläft, zur großen Himmelswiese und frisst dort Sternblumen. Als der Junge zwanzig ist, trägt ihn der Stier zwischen seinen Hörnern zu einem König und trägt ihm auf, ein sieben Ellen langes Schwert von diesem zu verlangen, weil er seine Tochter erlösen wolle.</p>
<p>Schon viele haben dies versucht, aber keinem ist es gelungen. Denn die Königstochter wurde von einem zwölfköpfigen Dachen entführt. Vor der Burg, wo er sie gefangen hält, liegen ein unüberwindliches Gebirge und ein weites und stürmisches Meer. Das schlimmste aber ist die Flammenwand vor der Burg. Der Junge wagt nicht zu glauben, solche Herausforderungen bestehen zu können, doch der Stier nimmt ihn wieder zwischen seine Hörner. Vor dem Gebirge setzt er den Jungen ab und schiebt das Gebirge zur Seite. Das Meer trinkt er aus. Die schreckliche Flammenwand löscht er mit dem getrunkenen Wasser. Den zwölfköpfigen Drachen aber tötet der Junge selbst, mit seinem sieben Ellen langen Schwert und gewinnt so die Königstochter zur Frau. Der Stier verschwindet für immer nach der großen Himmelswiese, denn seine Auftrag gegenüber dem Knaben ist nun erfüllt.</p>
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		<title>Die weiße Ente</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-weise-ente/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 15:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alexander Afanassjew]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Märchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Fürstin bricht ein Versprechen gegenüber ihrem Mann und wird von einer Hexe in eine weiße Ente verzaubert. <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-weise-ente/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>russisches Märchen, enthalten in der Sammlung <em>Narodnye russkie skazki</em> (1855-1863; Russische Volksmärchen) von <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/alexander-afanasjew-russische-volksmarchen/" target="_self">Alexander Nikolajewitsch Afanassjew</a></p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ein Fürst heiratet eine schöne Frau, muss aber bald nach der Hochzeit Hof und Weib für längere Zeit verlassen. Der Fürst nimmt der Frau das Versprechen ab, während seiner Abwesenheit in ihrem hohen Turm zu bleiben und schlechte Gesellschaft zu meiden.</p>
<p>Tatsächlich schließt sich die Fürtin in ihrem Zimmer ein, auch wenn sie sich dort langweilt. Eines Tages lässt sie sich von einer vertrauenswürdig wirkenden Frau locken: ein Spaziergang im Garten kann doch bestimmt nichts Unrechtes sein. Einmal im Garten, wird die Versuchung größer, es ist warm und der Fluss verspricht ein kühles Bad. Erst ziert sich die Fürstin, doch dann legt sie die Kleider ab und springt ins Wasser. Kaum ist das geschehen, wird sie von der Fremden in eine weiße Ente verwandelt. Die Fremde &#8212; eine Hexe &#8212; zieht die Kleider der Fürstin an, schminkt sich und empfängt so den heimkehrenden Fürsten, der nichts von dem Schwindel bemerkt.</p>
<p>Die Ente legt unterdessen Eier, aus denen drei Jungen &#8212; Nachkommen des Fürsten &#8212; schlüpen. Lange bleiben sie in der Nähe des Flusses, also bei ihrer Mutter, doch als sie größer werden, zieht es sie zum Schloss. Die falsche Fürstin weiß sofort, wer die Jungen sind, und trachtet ihnen nach dem Leben. Scheinheilig gibt sie ihnen zu essen und zu trinken sowie ein Bett für die Nacht. Nachts berührt sie die Kinder mit ihrer eisigen Todeshand. Als die Ente am Morgen ihre Kinder ruft, kommt keines mehr. Sie fliegt zum Schloss und findet sie, weiß und kalt. Daraufhin singt sie ein Lied mit deutlich vernehmbaren Worten. Der Fürst lässt die Ente fangen. Als er sie berührt, steht seine Frau, jung und schön, vor ihm. Sie zaubert Lebenswasser und Sprechwasser herbei, womit die Kinder zurück ins Leben geholt werden. Die Hexe aber wird an einen Pferdeschweif gebunden und zu Tode geschleift.</p>
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		<title>Die Sage vom Hirschgulden</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/wilhelm-hauff/die-sage-vom-hirschgulden/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 18:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wilhelm Hauff]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wilhelm Hauff:</strong> Für nur einen Hirschgulden geht der Besitz des Grafen von Zollern an Württemberg -- nach Hauffs Bearbeitung der alten Sage als posthume Strafe für einen groben, hartherzigen Vater. <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/wilhelm-hauff/die-sage-vom-hirschgulden/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erzählung von <a href="http://www.maerchenatlas.de/miszellaneen/autoren/wilhelm-hauff/">Wilhelm Hauff</a>, enthalten im Märchen-Almanch auf das Jahr 1828<br />
Die Geschichte ist eingebettet in die Rahmenhandlung Das Wirtshaus im Spessart und geht auf eine alte Sage aus dem Raum Württemberg / Zollern zurück: Demnach wurde die Stadt Balingen infolge von Erbstreitigkeiten gegen einen Hirschgulden an Württemberg verkauft. Hauff verbindet die Sage mit typischen Märchenmotiven (alte Frau mit übernatürlichen Kräften, böse Stiefmutter) und lebhaften Charakterisierungen der (nicht historischen) Personen zu einer Kunstsage. In dieser Fassung fand der Stoff weite Verbreitung.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Auf der Burg Zollern lebt ein grimmiger, stets mürrischer Graf, der kaum mehr sagt als: weiß schon, dummes Zeug &#8212; es sei denn, er flucht, und das tut er oft. Trotzdem liebt in seine Frau Hedwig, die durch ihr freundliches, mildtätiges Wesen vieles wieder gut macht, was sich ihrem Gemahl Schlechtes nachsagen lässt. Als sie ihm einen Sohn schenkt, beachtet er das Kind zunächst wenig, doch im Alter von drei Jahren macht er mit dem kleinen Kuno einen ersten Austritt im Wald. Der Graf hat den Jungen auf ein eigenes Pferd gesetzt, das er lediglich an den Zügeln hält. Das Pferd geht durch, der Graf hört den Jungen laut weinen und findet schließlich das Pferd ohne Reiter. Er glaubt schon, seinen Sohn nicht lebendig wiederzusehen, da findet er ihn wohlbehalten in den Armen eines alten Weibes. Sie hat ihn gerettet, als er, am Fuß noch im Bügel hängend, von dem durchgegangen Pferd mitgeschleift wurde. Die Alte meint, ein Hirschgulden sei ein angemessener Lohn für ihre gute Tat. Doch der Graf verweigert er diesen und will sie mit höhnischen Worten und drei Kupferpfennigen abspeisen. Die Erwiderung der Alten wird zur Prophezeiung: man werde schon noch sehen, was von seinem Erbe einen Hirschgulden Wert sei. Die drei Kupfermünzen schnippt sie in des Grafen Geldsäckel zurück, dem die Alte wegen dieses unerklärlichen Kunststücks fast wie eine Hexe vorkommt.</p>
<p>Nach diesem Zwischenfall erlischt des Grafen Interesse an seinem Sohn völlig, er hält ihn für einen Weichling. Hedwig, die ihrem Mann immer alle Grobheiten verziehen hat, wird darüber vor Kummer krank und stirbt. Kuno wird von seiner Amme und dem Schlosskaplan erzogen. Der Graf verheiratet sich wieder und seine neue Frau bekommt Zwillinge, zwei Söhne. Die sind wild und grob wie ihr Vater und fallen vor allem bei ihrem ersten Ausritt nicht vom Pferd. Kuno wird in seiner Familie endgültig zum Außenseiter und freundet er sich mit der alten Frau Feldheimerin an, die ihn damals gerettet hat. Sie erzählt ihm oft von seiner früh verstorbenen Mutter und er lernt von ihr die wunderbarsten Dinge: Mittel für kranke Pferde, eine Lockspeise für Fische und andere nützliche Zaubereien. Kuno achtet nicht auf das Gerede, wonach die Frau Feldheimerin eine Hexe ist &#8212; der Schlosskaplan hat ihm versichert, dass es Hexen nicht gibt.</p>
<p>Kunos Stiefmutter bringt ihren Gatten dazu, dass Kuno im Testament arg benachteiligt wird. Als der Graf stirbt, erbt Kuno deshalb nicht die Burg Zollern (die ihm als Erstgeborenen zugestanden hätte und wo auch seine leibliche Mutter begraben liegt) sondern Burg Hirschberg. Einer der Stiefbrüder bekommt Burg Zollern, der andere eine dritte Burg: Schalksburg. Kuno holt bald den alten Schlosskaplan und die noch ältere Frau Feldheimerin nach Hirschberg, zu seiner Geselslchaft und damit sie dort auf angenehme Weise ihren Lebensabend verbringen können. Stiefmutter und Stiefbrüder hoffen auf das baldige Ableben von Kuno, damit sie an dessen Erbteil und vor allem an den wertvollen Schmuck seiner Mutter kommen. Kuno unternimmt indessen mehrere Versuche, normale verwandschaftliche Beziehungen herzustellen, wird aber immer wieder enttäuscht. Als ihm zu Ohren kommt, die Stiefbrüder hätten verabredet, im Falle seines Ablebens Freudeschüsse aus ihren Kanonen abzufeuern, macht er die Probe und lässt seinen Tod vermelden. Die prompt einsetzenden Böller zerreißen das letzte Band zur Familie seines Vaters.</p>
<p>Bald darauf sterben seine alten Freunde, der Schlosskaplan und Frau Feldheimerin. Ihm selbst ist nur ein kurzes Leben beschieden &#8212; er stirbt mit nur achtundzwanzig Jahren. Zuvor jedoch hat er seine Angelegenheiten auf eine Weise geregelt, mit der die gierige Verwandschaft nicht gerechnet hat: sein Land, zu dem die Stadt Balingen und die Burg gehört, hat er an Württemberg verkauft. Für nur einen Hirschgulden. Das ist alles, was es zu erben gibt, denn der Schmuck seiner Mutter, wird nach seinem Willen dafür verwendet, in Balingen ein Armenhaus zu bauen.</p>
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		<title>Klein Zaches genannt Zinnober</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/klein-zaches-genannt-zinnober/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 09:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstmärchen]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>E.T.A. Hoffmann:</strong> Klein Zaches wurde von einer Fee verhext und bringt es trotz Fehlens jeglicher Talente bis zum Außenminister eines aufgeklärten Fürstentums. <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/klein-zaches-genannt-zinnober/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kunstmärchen von E.T.A. Hoffmann, erschienen 1819<br />
E.T.A. Hoffmann vermischt Motive französischer Feenmärchen mit dem Grundmotiv der deutschen Romantik &#8212; dem aufklärungsskeptischen, naturverbundenen Studenten &#8212; und seinen höchst eigenen skurrilen Einfällen. Der Autor merkte an, man solle die Geschichte bloß nicht zu ernst nehmen, sie einfach als leichte Humoreske lesen. Das war entweder Understatement oder eine Sicherheitsmaßnahme.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Die arme Bäuerin Liese ist vom Unglück verfolgt: Hagelschlag und Feuersbrunst treffen zielsicher sie und keinen anderen im Dorf. Selbst als ihr Mann beim Umgraben einiges Gold findet, bessert sich ihre Lage nicht &#8212; kaum in ihren Händen wird das Gold von Dieben gestohlen. Schlimmer als alles aber ist der Wechselbalg, den Liese, schon im fortgeschrittenen Alter, gebiert: Klein Zaches. Sieht aus wie ein gespalteter Rettich, wächst kaum &#8212; isst aber für drei, will auf seinen dürren Beinchen nicht laufen lernen und spricht auch nicht. Der Junge ist eine einzige Plage, und nichts lässt hoffen, dass er den Eltern jemals eine Hilfe sein könnte.</p>
<p>Als Liese einmal mit ihrem Holzkorb vor Hunger und Kummer im Wald zu Boden sinkt, kommt das Stiftsfräulein Rosenschön des Weges. Das Stiftsfräulein ist in Wirklichkeit die Fee Rosabelverde. Früher gab es im Lande viele Feen und andere Zauberwesen, doch die meisten wurden im Zuge der Aufklärung des Landes verwiesen. Einige wenige &#8212; und zu diesen gehört Rosabelverde &#8212; durften bleiben, denn die Aufklärer waren nicht dumm:</p>
<blockquote><p><em>&#8230; die Leute werden sehr bald an die Feen, wenn sie unter ihnen wandeln, gar nicht mehr glauben, und das ist das beste.</em></p></blockquote>
<p>Rosabelverde scheint den Aufklärern in einem Stift für adelige Fräulein gut aufgehoben, und sie helfen sogar, als es Probleme wegen ihres nicht ganz lupenreinen Stammbaumes gibt. Die Fee passt sich an so gut es geht, aber ganz kann sie das Zaubern nicht lassen. Als sie das bedauernswerte Geschöpf Klein Zaches findet, dem die Natur alle guten Gaben verweigert hat, schenkt sie ihm drei rote Haare und streicht ihm so lange über den Kopf, bis sein struppiges, dünnes Haar zu weichen, dicken Locken geworden ist. Dank des Zaubers werden alle großartigen Leistungen, die jemand in Klein Zaches&#8217; Nähe verbringt, fortan ihm zugerechnet, während all seine Missgeschicke und Garstigkeiten einem anderen zur Last gelegt werden.</p>
<p>Der erste, der sich von Klein Zaches blenden lässt, ist der Pfarrer, der ihn aufnimmt und wie seinen eigenen Sohn erzieht. Später zieht es Klein Zaches in die Universitätsstadt Kerepes, wo er sich Herr Zinnober nennt und ganz groß Karriere macht. Eine so unerhörte Karriere wie die seine erfordert natürlich auch Opfer, und das erste Opfer ist der romantisch veranlagte Student Balthasar. Der ist verliebt in Candida, die Tochter seines Professors Mosch Terpin, der ein großartiger Naturforscher ist und die beliebtesten Vorlesungen der ganzen Univerität hält. Als Balthasar beim Professor zum literarischen Tee eingeladen ist, fasst er Mut und trägt eines seiner gefühlvollen Gedichte vor. Die lauschende Menge ist begeistert und Candida schmilzt dahin &#8212; doch alle Bewunderung gilt dem hässlichen, mickrigen Zinnober. Balthasar ist verzweifelt und sucht Trost auf ausgedehnten Waldspaziergängen.</p>
<p>Zinnober vermag auf geheimnisvolle die Weise die Massen zu blenden. Scheinbar können nur diejenigen die Wahrheit sehen, die Opfer seines unaufhaltsamen Aufstiegs werden. Zum Beispiel der berühmte Geiger Sbiocca, der ein grandioses Konzert gibt, um dann mit anzusehen, wie sich Zinnober im Applaus sonnt. Absurderweise wird sogar der Gesang von Signora Bragazzi Zinnober zugerechnet, woraufhin die Signora vor Kummer stirbt. Mit Selbstmordgedanken trägt sich der Referendarius Pulcher, dessen ganzes Streben einer Stelle im diplomatischen Dienst galt. Er hatte sie schon so gut wie sicher &#8212; bis zu jener fatalen mündlichen Prüfung, in der er gemeinsam mit Klein Zaches saß, der keinen einzigen vernünftigen Satz zu sagen wusste, während er, Pulcher &#8230; Ach ja, nun ist Klein Zaches, genannt Zinnober, geheimer Expedient im Außenministerium, und das ist erst der Anfang. Bald macht Adrian, ein junger Angestellter im Ministerium, ähnliche Erfahrungen: die Lorbeeren für einen von ihm verfassten und vom Fürsten persönlich gelobten Bericht gehen an Zinnober, der flugs befördert wird. </p>
<p>Balthasar hat seine Hoffnungen bezüglich Candida schon aufgegeben, die Zinnober regelrecht verfallen ist. Ihre Verlobung mit ihm beflügelt wiederum die Karriere ihres Vaters. Doch Hilfe naht: in einer von Einhörnern gezogenen Kutsche mit einem Silberfasan als Kutscher fährt der Magier Prosper Alpanus freundlich lächelnd an Balthasar vorbei. Der weiß zwar nicht, wen er vor sich hat, doch er ist sich sicher:</p>
<blockquote><p><em> &#8212; jener ist&#8217;s, der Zinnobers verruchten Zauber bricht!</em></p></blockquote>
<p>Und so ist es, wenn es auch noch dauert und Balthasar selbst einiges dafür tun muss. Zinnober steigt derweil immer weiter auf, bringt es schließlich gar zum Außenminister. (Ein Amt, das er ausfüllt, indem er sich vor allem um sich selbst kümmert.) Doch nachdem Alpanus herausgefunden hat, dass die Fee Rosabelverde hinter dem faulen Zauber steckt, ist Zinnobers Schicksal besiegelt. Während eines bemerkenswerten Treffens in Alpanus&#8217; Landhaus sieht Rosabelverde ein, dass sie mit ihrer aus Mitleid geborenen Zauberei großes Unheil angerichtet hat. Und Alpanus äußert Verständnis für ihre Situation &#8212; es ist eben nicht einfach für Zauberer in einem Land, in dem von Gesetz wegen Aufklärung herrscht. Die Seelenverwandten schließen Freundschaft und schaffen die leidige Sache mit dem garstigen Zwerg aus der Welt. Dazu muss Balthasar dem Zinnober seine drei roten Haare ausreißen. Danach sieht das Volk seinen Außenminister als das, was er ist: ein hässlicher, garstiger Zwerg, der nur unverständliches Zeug brabbelt. Zinnober, der inzwischen von seiner alten Mutter Liese als ihr Sohn Klein Zaches identifiziert wurde, rutscht auf der Flucht vor dem rebellierenden Volk aus, stürzt kopfüber in einen silbernen Nachttopf und verstirbt. Im Tod aber sieht er hübscher als im Leben (meinen zumindest Fee Rosabelverde und Mutter Liese) und schnell verblasst die Erinnerung an Zinnobers unrühmliches Ende. Das Volk behält ihn so in Erinnerung, wie es ihn die längste Zeit über sah: als den genialsten Außenminister den es je hatte.</p>
<p>Balthasar heiratet Candida und lebt mir ihr glücklich und zufrieden im Landhaus, das ihm Prosper Alpanus vermacht hat. Rosabelverde hat mit ihrer Zauberei diesmal ein glücklicheres Händchen, denn sie schenkt Candida einen Halsschmuck, der bewirkt, dass sie niemals wegen Kleinigkeiten (wie Flecken in der Wäsche) verdrießlich wird. Und die alte Liese wird Hoflieferantin für Zwiebeln.</p>
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		<title>Hans mein Igel</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 19:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grimms Märchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Junge kommt durch einen Fluch seines Vaters mit einer Igelhaut zur Welt. Erst die Vernählung mit einer sanftmütigen Königstochter kann ihn erlösen. <a href="http://www.maerchenatlas.de/grimms-marchen/hans-mein-igel/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein reicher Bauer wird von den anderen verspottet, weil er keine Kinder hat. Eines Tages ruft er zornig:</p>
<blockquote><p><em>&#8230; ich will ein Kind haben, und sollt&#8217;s ein Igel sein.</em></p>
</blockquote>
<p>Daraufhin bringt seine Frau einen Jungen zur Welt, dessen Oberkörper von Igelstacheln bedeckt ist. Das Kind wird Hans mein Igel getauft. Der Pfarrer meint, wegen seiner Stacheln könne es kein richtiges Bett bekommen. Deshalb richtet man ihm hinterm Ofen ein kleines Lager aus Stroh, wo er die meiste Zeit verbringt. Der Vater hätte lieber keinen Sohn als diesen, und so ist er froh, als im Alter von acht Jahren freiwillig das Elternhaus verlässt. Hans bekommt vom Vater einen Dudelsack und lässt sich einen Hahn beschlagen, außerdem nimmt er einige Schweine mit. So zieht er in den Wald, wo er Schweine hütet. Vom Hahn lässt er sich auf einen Baum fliegen und spielt dort oben ganz wunderbar seinen Dudelsack.</p>
<p>Nach ein paar Jahren, die Schweineherde ist schon recht groß geworden, verirrt sich ein König zu Hans in den Wald. Er hört den Dudelsack und fragt das seltsame, stachlige Wesen auf dem Baum nach dem Weg. Sie setzen einen Vertrag auf, wonach Hans für seine Hilfe das erste bekommt, was dem König bei seiner Ankunft zu Hause begegnet. Aber der König hat von Anfang an vor, Hans zu betrügen, in der Annahme, dass der sowieso nicht lesen kann. Natürlich ist es seine Tochter, die ihm bei der Ankunft entgegen eilt &#8212; aber wie versprochen, so gebrochen. Vater und Tochter sind sich einig, dass das Versprechen keinesfalls eingelöst wird. Hans der Igel hockt weiter auf seinem Baum und hütet Schweine, als ein zweiter König sich im Wald verirrt und ihn nach dem Weg fragt. Es geschieht alles wie beim ersten König, mit dem Unterschied, dass Vater und Tochter einig sind, dass das Versprechen zu halten ist, sollte es jemals eingefordert werden.</p>
<p>Als die Schweineherde so angewachsen ist, dass sie schon den ganzen Wald füllt, geht Hans mein Igel zurück zu seinem Vater ins Dorf. Der ist zwar beeindruckt von den vielen Schweinen und es gibt ein großes Schlachtfest, aber mit seinem missgestalten Sohn will er immer noch nichts zu tun haben. Gern erfüllt er dessen Bitte, den Hahn neu zu beschlagen, denn nun, meint Hans, würde er davon ziehn und nie mehr wieder kommen.</p>
<p>Hans reitet auf seinem Gockelhahn zum Hof des ersten Königs. Dort wird er äußerst unfreundlich empfangen, denn der König hat Hans den Igel nicht vergessen und seine Soldaten entsprechend instruiert. Doch Hans fliegt mit seinem Hahn hoch zum Fenster des Königs und droht dem König: wenn der seine Tochter nicht herausgäbe, würde er sie und ihn ihn töten. Also reist die Königstochter wohl oder übel mit Hans in einer Kutsche davon. In der Kutsche zieht Hans ihr die schönen Kleider aus und sticht sie mit seinen Igelborsten. Geschändet schickt er sie dann an den Hof ihres Vaters zurück.</p>
<p>Am Hof das zweiten Königs wird Hans mein Igel willkommen geheißen, auch wenn die Königstochter ein wenig über sein Äußeres erschrickt. In der Hochzeitsnacht lässt Hans vie Männer ein Feuer anmachen, in dem seine Igelhaut verbrannt wird. Hans ist nun ein richtiger Mensch, wenn auch zunächst ganz schwarz. Ein Arzt verhilft ihm zu weißer Haut, und endlich erkennt auch Hans&#8217; Vater seinen Sohn an.</p>
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		<title>Koschtschei</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/miszellaneen/marchenfiguren/koschtschei/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 19:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Figuren]]></category>

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		<description><![CDATA[Koschtschei der Ewige, der Todeslose, der Unsterbliche, ist ein Zauberer, der in russischen Märchen vorkommt <a href="http://www.maerchenatlas.de/miszellaneen/marchenfiguren/koschtschei/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Koschtschei ist eine mit magischen Kräften ausgestattete Figur, die in vielen russischen Märchen (siehe <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/alexander-afanasjew-russische-volksmarchen/" target="_self">Alexander Afanasjew</a>) und allgemeiner in der slawischen Mythologie vorkommt. Er ist vom Wesen her böse und hat die Gestalt eines knochigen alten Mannes, der junge Mädchen bedroht und gefangen hält. Koschtschei der Ewige, der Todeslose, der Unsterbliche bezieht seine Stärke daraus, dass seine Seele nicht in seinem Körper wohnt, sondern in einer Nadel, welche in einem Ei versteckt ist. Das Ei befindet sich im Bauch einer Ente (oder eines Hasen), die Ente (der Hase) aber ist einen eisernen Käfig (eine Kiste) gesperrrt, der wiederum in der Krone einer Eiche versteckt (oder unter ihr vergraben) ist. Der Baum aber wird von Koschtschei selbst bewacht. Deshalb ist es fast umnmöglich, an die Nadel zu kommen, die man zerbrechen muss, um Koschtschei zu besiegen.</p>
<p>Im Märchen von der <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-froschprinzessin/">Froschprinzessin</a> wird Koschtschei von Iwan Zarewitsch besiegt, der dadurch seine verzauberte Frau Wassilissa befreit. Iwan hat auf seiner Suche nach Wassilissa magische Helfer gewonnen und kann so an das Ei bzw. an die Nadel kommen. In Igor Strawinskys Ballett Der Feuervogel, das zwei russsische Märchenstoffe kombiniert, ist Koschtscheis Gegenspieler der Feuervogel, der durch seine Musik Koschtscheis Dämonen zum Tanzen zwingt und sie dann in einen tiefen Schlaf fallen lässt.</p>
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		<title>Undine</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 13:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Figuren]]></category>

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		<description><![CDATA[Undinen sind im Wasser hausende weibliche Elementargeister <a href="http://www.maerchenatlas.de/miszellaneen/marchenfiguren/undine-2/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Undinen sind im Wasser hausende weibliche Elementargeister, die erst durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen. Demnach steht der Aspekt des Wunsches nach Erlösung im Vordergrund, nicht das Bedrohliche wie bei Nixen im Sinne von Sirenen, die Erotik mit Tod und Verderben in Verbindung bringen (man denke etwa an Goethes Ballade Der Fischer:</p>
<blockquote><p><em>Das Wasser rauscht&#8217;, das Wasser schwoll,<br />
Netzt&#8217; ihm den nackten Fuß;<br />
Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll<br />
Wie bei der Liebsten Gruß.<br />
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;<br />
Da war&#8217;s um ihn geschehn;<br />
Halb zog sie ihn, halb sank er hin<br />
Und ward nicht mehr gesehn.</em></p></blockquote>
<p>Der Undine-Stoff ist vor allem durch die <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/undine/">gleichnamige Märchenovelle</a> von Friedrich Baron de la Motte Fouqué bekannt. Wegen des Erlösungsmotiv ist auch die <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmaerchen/hans-christian-andersen/die-kleine-seejungfrau/">kleine Seejungfrau</a> von Hans Christian Andersen trotz ihres Fischschwanzes eher eine Undine als eine Nixe.</p>
<p>Verwandt ist auch die Figur der schönen Melusine, eine ursprünglich französische Sagengestalt, die sich mit einem Sterblichen vermählt und ihm Glück und Ansehen bringt. Seine Gegenleistung ist das Versprechen, sie niemals zu beobachten, wenn sie ihr Bad nimmt. Als der Gatte sein Wort bricht, sieht er ihren Fischschwanz und sie verschwindet in ihr Geisterreich.</p>
<p>Eine interessante Umkehr des Undinen-Prinzips findet sich in Oscar Wildes Kunstmärchen <a href="http://www.maerchenatlas.de/kunstmarchen/der-fischer-und-seine-seele/" target="_self">Der Fischer und seine Seele</a>: Dort verlangt es die Wasserfrau nicht nach einer unsterblichen Seele, auch verlässt sie nicht ihr Element, um bei ihrem Liebsten sein zu können. Vielmehr trennt sich der Mann bereitwillig selbst von seiner Seele und geht zu seiner Liebsten ins Meer.</p>
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		<title>Die Froschprinzessin</title>
		<link>http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-froschprinzessin/</link>
		<comments>http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-froschprinzessin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alexander Afanassjew]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tierehe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wassilissa, die Wunderkluge, wurde von ihrem Vater in einen Frosch verwandelt. Doch das Schicksal führt ihr den Zarensohn Iwan zu. <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/die-froschprinzessin/">mehr ...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>russisches Märchen, enthalten in der Sammlung <em>Narodnye russkie skazki</em> (1855-1863; Russische Volksmärchen) von <a href="http://www.maerchenatlas.de/maerchensammlungen/alexander-afanassjew/alexander-afanasjew-russische-volksmarchen/" target="_self">Alexander Nikolajewitsch Afanassjew</a>; auch bekannt als Die Froschkönigin oder Zarewna Frosch oder Zarewna Unke</p>
<p>Zentrales Motiv ist die Tierehe, nur dass es hier die Frau ist, die in Gestalt eines Tiers einen Menschen heiratet und nach Bestehen verschiedener Prüfungen erlöst wird. Wegen der Froschgestalt drängt sich natürlich als erstes der Vergleich mit dem Grimmschen Märchen <a href="http://www.maerchenatlas.de/grimms-marchen/froschkonig-oder-der-eiserne-heinrich/">Froschkönig</a> auf, doch stärker noch ist die Ähnlichkeit mit Märchen vom Typ <a href="http://www.maerchenatlas.de/aus-aller-welt/die-schone-und-das-biest/">Die Schöne und das Biest</a>, besonders mit jenen, die einen zweiten Teil mit der Suche nach dem verbannten Geliebten enthalten.</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Eine Zarin beschließt, dass ihre drei Söhne heiraten sollen. Jeder bekommt Pfeil und Bogen: wo der Pfeil landet, dort werde der Schütze seine Braut finden. Der Ältesten schießt seinen Pfeil in den Hof eines Bojaren, der Mittlere vor das Haus eines Kaufmanns. Iwan Zarewitsch jedoch, der jüngste Sohn, schießt seinen Pfeil in den Teich. Dort sitzt eine Fröschin, und die mag Iwan eigentlich nicht als Frau haben. Doch der Zar meint: Nimm sie nur, das ist eben dein Los. Also bleibt Iwan nichts anderes übrig, er heiratet den Frosch. Das ist freilich keine schlechte Partie, denn der Frosch ist in Wirklichkeit Wassilissa, die Wunderkluge. Sie wurde von ihrem Vater für drei Jahre in einen Frosch verwandelt, zur Strafe, dass sie klüger ist als er.</p>
<p>Eines Tages bestellt der Zar seine drei verheirateten Söhne an den Hof und wünscht, jede Schwiegertochter solle weiches, weißes Brot backen. Iwan ist ratlos, denn wie soll sein Froschweib Brot backen können? Doch Nachts legt Wassilissa heimlich ihre Froschhaut ab und ruft ihre Ammen herbei, um Brot zu backen, wie sie es früher bei ihrem Vater aß. Ihr Brot ist das wunderbarste Brot, das der Zar je zu kosten bekam. Der Zar dankt für das Brot und hat gleich einen neuen Wunsch an die Schwiegertöchter: jede möge einen Teppich weben. Wieder kann sich Iwan nicht vorstellen, wie seine Frau diese Aufgabe lösen soll, und wieder ruft Wassilissa nachts in Menschengestalt ihre Ammen herbei. Sie weben einen Teppich, so wunderbar, wie es ihn im Hause des Vaters gab und sonst nur im Märchen. Der Zar dankt und bittet nun die Söhne mit ihren Frauen persönlich an seinen Hof. Diesmal ist Iwan wirklich traurig, denn</p>
<blockquote><p><em>&#8230; wie soll ich dich denn den Leuten zeigen?!</em></p></blockquote>
<div id="attachment_1694" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.maerchenatlas.de/wp-content/uploads/2010/07/Wassnetsow_Froschprinzessin.jpg"><img class="size-full wp-image-1694" title="Die Froschprinzessin" src="http://www.maerchenatlas.de/wp-content/uploads/2010/07/Wassnetsow_Froschprinzessin.jpg" alt="Die Froschprinzessin" width="220" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Viktor Wassnetsow</p></div>
<p>Wassilissa beruhigt ihn, er solle nur allein voraus gehen. Am Hof des Vaters verspotten ihn die Brüder, als plötzlich mit Donner und Getöse eine sechsspännige Kutsche vorfährt. Heraus steigt Wassilissa, die nicht nur wunderklug, sondern auch wunderschön ist. Iwans Frau, die er so allerdings noch nie gesehen hat. Sie isst und trinkt mit den anderen an der festlichen Tafel, doch die letzten Tropfen schüttet sie in den einen Ärmel und ein Knöchelchen von dem verspeisten Schwan in den anderen. Nach dem Essen wird getanzt, und dabei schüttelt Wassilissa aus dem einen Ärmel einen schönen See und aus dem anderen ein paar weiße Schwäne. Das alles macht großen Eindruck, am meisten aber auf Iwan, der seine Frau natürlich lieber so als in Froschgestalt haben will. Also eilt er heimlich nah Hause und verbrennt die Froschhaut.</p>
<p>Nun ist es Wassilissa, die bestürzt ist, denn wenn Iwan noch ein wenig gewartet hätte, wäre sie erlöst gewesen. Sie verwandelt sich in einen Schwan und fliegt davon. Iwan, nun in Liebe entbrannt, folgt ihr um denn Bann zu lösen. Wie im Märchen vom <a href="http://www.maerchenatlas.de/grimms-marchen/das-singende-springende-loweneckerchen/">Löweneckerchen</a> sichert er sich auf seiner Suche mehrere Helfer mit magischen Kräften und kann am Ende Wassilissa aus den Händen des bösen <a href="http://www.maerchenatlas.de/miszellaneen/marchenfiguren/koschtschei/">Koschtschei</a> befreien.</p>
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